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Aktuelle Rekrutierungszahl: 17 Patienten randomisiert (25.04.2016)


Neue Therapieansätze für Diabetes mellitus Typ 2 sind notwendig

In Deutschland leiden mehr als 8 Millionen Menschen an Diabetes mellitus, weit über 1 Million müssen sich deshalb Insulin spritzen. Der Diabetes mellitus Typ 2 („Altersdiabetes“) stellt einen der größten Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen wie Herzinfarkte, Hirnschläge, und Gefäßverschlüsse sowie Nieren- (Nephropathie) und Augenschäden (Retinopathie) dar. Diabetes mellitus ist die häufigste Ursache für die Notwendigkeit einer Dialyse (Blutwäsche).

In den letzten Jahren haben viele Studien bei stark übergewichtigen Patienten (BMI > 35kg/m2) mit einem Diabetes mellitus Typ 2 gezeigt, dass die Therapie mit adipositaschirurgischen Operationen (Übergewichtsoperationen) der konservativen (medikamentösen) Therapie überlegen ist.

Sie zeichnet sich aus durch:

  • eine dauerhafte Gewichtsreduktion
  • eine bessere Einstellung des Blutzuckers, des Blutdrucks und der Blutfette
  • eine Verminderung des Bedarfs an Insulin und anderen Diabetesmedikamenten
  • eine erhebliche Senkung der Sterblichkeit sowie der Häufigkeit von Herzinfarkten, Gefäßverschlüssen und Hirnschlägen
  • eine Reduktion der Krebsrate, insbesondere bei Leberkrebs und frauenspezifischen Tumoren
  • möglicherweise eine Verbesserung und Reduktion von diabetischen Folgeschäden

Diese Erfolge sind mit der traditionellen, medikamentösen Therapie kaum möglich.

In einer kleinen Studie ergaben sich Hinweise, dass sich die Erfolge der Adipositasoperationen auch bei lediglich übergewichtigen und leicht adipösen Patienten, das heißt mit BMI 26 bis 35 kg/m², einstellen. Diese vielversprechende neue Therapie für Diabetes mellitus Typ 2 soll jetzt in einer großen Studie überprüft und mit der aktuellen medikamentösen Standardtherapie verglichen werden.